Musikverein in Zolling e.V.

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Aktuelle Nachrichten

 

19.11.2011 - Herbstkonzert 2011 des Musikvereins in Zolling e.V.

Zolling - Es war ein mitreißender Abend. Ihre musikalischen Einstieg als neue Dirigentin des Zollinger Blasorchesters hat Christina Schmid beim diesjährigen Herbstkonzert des Musikvereins bravourös gemeistert.

Die junge Frau die in Zukunft den "guten Ton" in Zolling angeben wird, wurde vom Publikum mit herzlichen Applaus begrüßt. Den Taktstock schwingt die Nachfolgerin von Thomas Schmidt für das Blasorchester. Ihren Einstieg hat die junge Frau vorbildlich gemeistert. Das Jugendblasorchester wird weiterhin von Markus Fichtner betreut. Mit einem Potpourri aus schwungvollen Märschen und Stücken mit kammermusikalischen Elementen wussten die beiden Orchester das Publikum im voll besetzten Zollinger Bürgerhaus zu begeistern.

"Die Sonne geht auf". Mit diesem Arrangement von Rudi Fischer hätte man den Abend nicht schöner eröffnen können, betonte Musikvereinsvorsitzender Franz Donauer. Weiter ging es mit der "Tritsch-Tratsch-Polka" von Johann Strauß, dem Arrangement "Glasnost" von Dizzy Stratford über eine musikalische Reminiszenz an den "Wilden Westen" unter dem Titel "Santa Fe" bis hin zu den feurigen Klängen von "Roter Paprika" im Land von "Gulasch und Puszta". Kammermusikalische Töne eines "Rondo Barocco" führten stilvoll in die Pause.

Viele neue Gesichter waren diesmal beim Nachwuchs mit dabei. Das Jungendorchester stellte sich mit dem Radetzky-Marsch vor und interpretierte im Anschluss den "Boogie Woogie Bugle Boy" mit den Solisten Theresa Durst und Valentin Weinberger an der Trompete. Mit vergnüglichem und fröhlichem Hörgenuss ging es nach der Pause weiter. Auf dem Programm standen der "St. Louis Blues", "Matrimony" (Solo Michael Kraml an der Posaune), die orchestrale Vertonung einer "Schreibmaschine" unter dem Titel "The Typewriter" und zu guter Letzt wurde auch noch dem sagenumwobenen Wildschütz Jennerwein Platz eingeräumt.

Dem bunt gemischten Programm spendeten die Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute stürmischen Beifall. Wieder einmal bewies das Zollinger Ensemble, wie sehr es sein Publikum begeistern kann.

24.07.2011 Sommerkonzert des Musikvereins in Zolling e.V.

Am 24.07.2011 veranstaltet der Musikverein in Zolling e.V. sein erstes Sommerkonzert. Das Konzert fand vor ca. 150 Zuhörern in der Attenkirchener Mehrzweckhalle statt. Es spielten das Blasorchester unter der Leitung von Thomas Schmidt und das Jugendorchester unter der Leitung von Markus Fichtner des Musikvereins.

Das Konzert stand unter dem Motto „bayerisch-böhmisch“. Das Blasorchester eröffnete das Konzert mit dem Marsch „Grüße aus dem Oberland“. Bei dem Marsch „Die lustigen Dorfschmiede“ stellte Christoph Stoll seine Percussionskünste am Amboß unter Beweis. Mit der Polka „Mährische Geschichten“, den „Walzerträumen“ von Peter Schad und dem „Bömischen Traum“ ging es weiter. Beim „Maxglaner Zigeunermarsch“ zeigten die drei Solisten Elisabeth Westermeier, Christian Schupp und Vitus Reiter Ihr Können an Ihren Instrumenten. Die erste Konzerthälfte beschloss das Blasorchester mit dem Montana-Marsch“.

Nach einer kurzen Pause zeigte das Jugendorchester unter der Leitung von Markus Fichtner mit den Stücken „Im Jugendlager“, „Auf zum Tanz“ und dem „Radetzky Marsch“ sein Können an den Instrumenten.

Den zweiten Teil des Konzertes bestritten die beiden Orchester zusammen unter der Leitung von Thomas Schmidt. Mit den Stücken „Auf zum Start“, der „Schützenliesl“ und dem „Musikantengruß“ wurde das Konzert beschlossen. Nach lang anhaltendem Applaus ließen es sich die Orchester nicht nehmen mit den Zugaben dem „Standschützenmarsch“ und dem „Amperthaler Festmarsch“ den Zuhörern noch zwei Stücke zu präsentieren.

Zum Schluß bleibt nur noch zu sagen, dass das erste Sommerkonzert ein voller Erfolg war und dieses Konzert bestimmt im nächsten Jahr wieder stattfinden wird.

13.06.2010 Frühschoppen Wolfersdorf

Mit einem Reigen traditioneller Blasmusikstücke unterhielten am Sonntag Mitglieder des Zollinger Blasorchesters die Frühschoppengäste im Wolfersdorfer Wirtshaus Sepp’s Treff. Die Frühschoppenkonzerte wurden zum 20-jährigen Bestehen des Musikverein in Zolling begonnen und sollen in lockerer Reihe fortgeführt werden. Das nächste mal sind die Musikanten am 4. Juli im Gasthof Hörhammer (Alter Wirt) in Zolling zu hören.

21.02.2010 Hallenturnier der Blaskapellen

Zum achten Mal lud das Zollinger Blasorchester am 21.02.2010 zum "sportlich-musikalischen Treffen" in die Dreifachturnhalle. Die Blaskapellen aus Pfaffenhofen, Freising, Schweitenkirchen, Eching Meinburg und Zolling nahmen diesmal daran teil. Als die Idee vor acht Jahren in die Tat umgesetzt wurde, stand zunächst die "Gaudi" im Vordergrund. Einem guten Zweck hat das Hallenturnier auch schon gedient. Für die Aktion "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks streiften damals Prominente wie SPD Landtagsabgeordneter Franz Maget das Trikot über.

"Damit die richtige Stimmung aufkommt, brauch man Musik" sagte Orchestersprecher Markus Staudt. Ob sie denn schon auf die fußballerischen Leistungen vorgreifen möchten, scherzte er beim musikalischen Beitrag der Stadtkapelle Freising, die mit "We are the champions" schon mal die Richtung vorgeben wollten. Beim Fußball sah es zunächst ganz danach aus, dass die Nachbarn aus der Hallertau die Nase vorne hatten. Die Stadtkapelle Pfaffenhofen konnte dank der Treffsicherheit Ihres Schlagzeugers Michael Leopold mit 5:0 gegen Mainburg einen recht guten Start hinlegen. Allerdings mussten sie sich im folgenden Spiel mit einer 3:0 Schlappe gegen Schweitenkirchen begnügen. Unentschieden hieß es beim ersten Spiel der Zollinger mit 1:1 gegen Eching. Doch im Anschluss konnte Maxi Reiter das Leder einmal ins Tor der Freisinger Mannschaft legen. Beim Spiel um Platz drei mussten die Zollinger leider federn lassen. Nach einem Elfmeter-Schießen gegen Pfaffenhofen blieb nur noch Platz vier übrig.

Einen starken sportlichen Endspurt legte der Musikverein St. Andreas Eching hin. Mit einem 3:0 bezwang man die Musikanten aus Schweitenkirchen. Auch der musikalische Beitrag überzeugte die strenge Jury. Das "Rock´n Roll Medley" hob sie auf den ersten Platz in der Gesamtwertung. Mit nach Hause nehmen durften die Echinger den begehrten Wanderpokal in Form eines Tenorhornschallbechers. Als Torschützenkönig mit fünf Treffern durfte sich Schlagzeuger Michael Leopold von der Stadtkapelle Pfaffenhofen feiern lassen.

Auch Markus Tremmel von Bayern 1 war vor Ort. In einem Beitrag am 25. März ab 19:05 Uhr werden noch einmal die Höhepunkte des Hallenturniers zu hören sein.

Orchesterskifahrt 2010

Am Freitagnachmittag begaben sich 3 mutige Männer mit 8 erlebnishungrigen Mädels auf den Weg ins wunderschöne Südtirol. Mit an Bord waren diesmal einige Orchesterneulinge und ein Fass Bier, welches ausnahmsweise nicht zum Eigenverzehr gedacht war, sondern als Geschenk für die Mitglieder der Blaskapelle St. Peter/Lajen.

Nachdem die Musikanten aus Südtirol ein kurzes, aber intensives Wochenende im September in Zolling verleben durften, folgte nun der Gegenbesuch. Nach problemloser Fahrt (Ausnahme: Eine vergessene Skihose, die dann kurzerhand auf dem Weg neu erstanden wurde) erreichte man dann allerdings doch etwas schweißgebadet St. Peter. Die Straßenführung in Südtirol sollte eben nicht unterschätzt werden.

Nach dem Abendessen startete man ins Après-Ski-Nachtleben nach St. Ulrich. Sehr beeindruckt zeigten sich alle von dem 19-Sitzer-Bustaxi, das dem Landkreis Freising eindeutig noch fehlt. Am frühen Samstag morgen wurde problemlos in den Skitag gestartet (Ausnahme: Eine vergessene Skibrille musste wieder aus der Pension geholt werden). Noch eines lernten wir dazu. Viele Südtiroler haben ein anderes Verständnis von Pünktlichkeit, da geht es halt einfach gemütlicher zu als bei uns.

Ziel dieses Tages war es, die 42 km lange Sellaronda zu bewältigen, was bedeutete, keine Piste und keinen Lift zweimal zu fahren. Mit der Gondel ging es direkt hinauf ins Paradies. Bei strahlendem Sonnenschein genossen alle die perfekt präparierten Pisten und das einzigartige Bergpanorama. Viele waren sich einig, dass dies der schönste Skitag ihres Lebens war. Von unseren ortskundigen Führern wurden wir sicher durch die Sellaronda und die zahlreichen Hütten geleitet. Der Tag ging zu Ende mit dem Austausch von Geschenken (Bier gegen Wein, also jeder das, was er am Besten kann) und anderweitiger Getränkekunde.

Auch am Sonntag hielt sich das Wetter noch gut und das Grödnertal konnte weiter auf Ski und Snowboard erkundet werden. Am Nachmittag nahm man sehr, sehr wehmütig Abschied von St. Peter.

Zum Glück ist ein Wiedersehen für Ende Juni in Südtirol geplant, diesmal dann allerdings mit musikalischem Schwerpunkt.

Es bleibt zu hoffen, dass mit diesen herrlichen Tagen einige weitere eingefleischte Orchesterskiwochenend Teilnehmer „herangezüchtet“ wurden.

11. – 13.09.2009 Gäste aus Südtirol

Vom 11. – 13.09.2009 hatte das Blasorchester des Musikvereins in Zolling e.V. die Musikkapelle aus St. Peter im Grödnertal aus Südtirol zu Gast. Am Freitagabend wurden die Musiker in Zolling mit einem Grillfest begrüßt. Nach einem umfangreichen und interessanten Programm am Samstag gestaltete die Musikkapelle St. Peter gemeinsam mit dem Blasorchester des Musikvereins in Zolling e.V.  einen Serenadenabend. Am Sonntagmorgen umrahmte die Musikkapelle St. Peter den Gottesdienst in der Pfarrkirche Zolling musikalisch. Nachdem gemeinsamen Frühschoppen im Pfarrheim Zolling machten sich beide Orchester auf Richtung Freising zum Festzug zum 80 Jubiläum des Freisinger Volksfestes. Nach getaner Arbeit ließen die Orchester den Tag gemeinsam im Bierzelt ausklingen, bevor sich unsere Freunde aus St. Peter am Sonntagabend auf die Heimreise machten. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie unter dem Menüpunkt „Besuch aus Südtirol“.

07.09.2009 Blasorchester des Musikvereins präsentiert die neue Tracht

Am 07.09.2009 war es soweit, das Blasorchester des Musikvereins präsentierte die neue Tracht im Sitzungssaal des Rathauses Zolling der Öffentlichkeit. Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum des Musikvereins in Zolling e.V. wurde für die Damen eine neue Dirndlschürze und für alle Orchestermitglieder ein neuer Janker angeschafft. Stolz präsentierten die Musikerinnen und Musiker Ihre neue Tracht im Sitzungssaal. Anwesend war auch Schneidermeisterin Bettina Götz, die mit Ihrem Team sämtliche Janker abgemessen und geschneidert hat, des Weiteren hat Frau Götz auch den Stoff für die Dirndlschürzen besorgt. Ein herzliches Dankeschön an Bettina Götz und Ihrem Team an dieser Stelle.

Fotos von der neuen Tracht finden Sie unter dem Menüpunkt Tracht.

07.06.2009 Brilliante Blechbläser rocken den Dom

Wenn Jubilare es so richtig krachen lassen, gibt es natürlich „Blechschaden“: Zum 20-jährigen Bestehen lud der Zollinger Musikverein zum großen Konzert der inzwischen auch schon 25 Jahre alten berühmten Blechblas-Band auf den Domberg ein.

Brilliante Musiker von geradezu rührender Bescheidenheit, ein Musterbeispiel von Zusammenarbeit einen Alleinunterhalter als Dirigenten und natürlich ein Konzertprogramm, das den Dom rockte, gab es am Sonntagabend für rund 800 begeisterte Besucher. Dass das Wetter selbst den Regen erfahrenen schottischen Dirigenten Bob Ross narrte und mittendrin ein Umzug vom Dom-Innenhof ins Dom-Gymnasium nötig wurde, tat der Stimmung keinen Abbruch. Eher im Gegenteil, denn so blieben zahlreiche Besucher auf den Emporen gleich stehen und konnten bei den letzten Liedern so richtig mitswingen.

Eingestimmt wurde das Publikum vom Zollinger Blasorchester unter der Leitung von Thomas Schmidt, doch den echten Eröffnungskracher hatte sich „Blechschaden“ vorbehalten. Mit Richard Strauß „Zarathustra“ wurden mühelos sogar die Domglocken übertönt. „Woodstock ist nichts dagegen“, war sich der quirlige Dirigent Bob Ross sicher, der immer wieder Party-Stimmung forderte, denn „Sie müssen essen und trinken, damit das Zollinger Orchester nach Amerika fahren kann!“

Obwohl sie von Ross gerne mal auf die Schippe genommen wurden – „Er spielt mit geschlossenen Augen, damit er das weinende Publikum nicht sieht“ – brillierten die „Blechschaden“-Musiker auch als Solisten. Keiner beispielsweise spielt das tiefe C so tief wie Tom Walsh, der sich mit seiner Tuba gleich hinlegte. Ross hintergründige Informationen zu klassischen Werken wie „Albinoni war glücklich verheiratet, aber seine Frau nicht“, wechselten sich ab mit Modernem von Michael Jackson oder dem mitstampf-mitreißenden  „Queen“-Medley. Den Unterschied zwischen deutschen Kakerlaken und „La Cucaracha“ erlebten die Gäste ebenso wie einen rasanten Hummelflug.

Viele Überraschungen gab es außerdem: so den Auftritt von Katrin, Tochter des „Blechschaden“-Trompeters Franz Unterrainer, der wohl nicht der einzige war, dem ihre stimmgewaltigen Musical-Songs eine Gänsehaut des Gefallens brachten. Mit Alphörnern, aber auch Gartenschläuchen wurde geblasen, und selbst die fünf Zugaben von „Smoke on the water“ bis Radetzkymarsch, die letzten wieder zusammen mit dem Zollinger Blasorchester , wollten kaum genügen: Ovationen für „Blechschaden“ und dann – Party!

08.03.2009 Stabführerlehrgang in Zolling

Etwa 20 Dirigenten von Blasorchestern und Spielmannzügen aus Ober- und Niederbayern waren auf Einladung des Musikbundes von Ober- und Niederbayern in Zolling zu einem so genannten Stabführerlehrgang. Die Marschmusikbeauftragte des Allgäuschwäbischen Musikbundes, Monika Fleschhut führte zusammen mit dem Referenten für Marschmusik im Musikbund von Ober- und Niederbayern, Franz Haidu, in das Thema "Musik in Bewegung" ein. Die Theorie des Zusammenspiels von Stabführer, Schlagzeugern des Orchesters und des Orchesters insgesamt füllte den Vormittag aus. Am Nachmittag stand das Blasorchester des Musikverein in Zolling als Lehrgangsorchester seinen Mann. Antreten, Anmarschieren, Abreißen, Schwenken waren nur einige Aktivitäten, die es zu üben gab. Erheiternd für die Musiker war, dass auch für einen erfahrenen Dirigenten der Umgang mit dem Tambourstab Übung verlangt. Der Lernerfolg und der Spaß an Musik in der Bewegung war so groß, dass eine baldige Wiederholung angedacht ist. 

31.01.2009 Nachwuchs des Musikvereins überzeugt beim Solo-Duo-Wettbewerb

93 Punkte sind das Maß der Dinge - wer diese Grenze erreicht, darf den MON beim Landesentscheid am 15. März in Unterschleißheim vertreten und sich mit den Teilnehmern aus dem Allgäu-Schwäbischen und dem Nordbayerischen Musikbund messen. Diese Grenze erreichten 28 Solisten bzw. Duette beim Verbandsentscheid des Solo-Duo-Wettbewerbs in Eching bei München. Die maximal erreichbare Punktzahl liegt noch etwas höher, nämlich bei 100 Punkte. Diese Traumnote konnte eine ganz junge Teilnehmerin erreichen: Lisa Riedmaier vom Musikverein Zolling (MON-Bezirk München). Sie konnte die Jury mit ihrem Programm (Henri Tomasi: »Le Petit Chevrier Corse«; G.F. Händel: Sonate G-Dur, 2. Satz) in allen Belangen überzeugen und sich über fabelhafte Punktzahl freuen. Lisa Riedmaier wird am 15. März Teil eines bunt gemischten Teilnehmerfelds aus vielen Bezirken und allen Instrumentengruppen sein. Übrigens tritt auch eine Teilnehmerin aus dem ASM dann mit der Traumbewertung »100 Punkte« an. Man darf bereits jetzt auf den Wettbewerb gespannt sein. Die vollständige Ergebnisliste finden Sie weiter unten als PDF zum Herunterladen.
Der Solo-Duo-Wettbewerb wird vom Bayerischen Blasmusikverband im zweijährigen Wechsel mit dem Kammermusikwettbewerb veranstaltet. Bei den Wettbewerben qualifizieren sich die Teilnehmer des ASM, MON und NBMB über Bezirksentscheide für den Verbandsentscheid. 93 Punkte oder mehr berechtigen zur Teilnahme am landesweiten Finale der Wettbewerbe, die abwechselnd in den Musikbünden stattfinden. Wer beim Landesentscheid die höchste Punktzahl in seiner Kategorie und Altersgruppe für sich verbuchen kann (mindestens 91 Punkte), darf sich mit dem Titel »Landessieger« schmücken. Im Herbst 2009 startet wieder der Kammermusikwettbewerb. Die Ausschreibung wird im Sommer mit der Bayerischen Blasmusik verschickt.

18.01.2009 Jahreshauptversammlung

Über ein erfolgreiches Vereinsjahr 2008 konnte die Vorstandschaft des Musikverein in Zolling bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonntag berichten. Neben den Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr 2009 konnte über herausragende musikalische und gesellschaftliche Ereignisse berichtet werden. Dazu zählten insbesondere das Hallenfußballturnier der Blaskapellen, der Vorspielnachmittag der Musikschüler und die Überreichung der Musikerleistungsabzeichen. Der „Große Zapfenstreich“ für Altbürgermeister Georg Wiesheu anlässlich der Amtsübergabe an Bürgermeister Max Riegler sei für alle Beteiligten ebenso in bleibender Erinnerung wie die Berlinreise des Blasorchesters mit Konzerten in Kulmbach, am Reichstag, in der Bayerischen Vertretung und im Berliner Löwenbräu.

Beim Bezirksmusikfest in Isen habe das Jugendorchester ein hervorragendes Ergebnis beim Konzertwertungsspiel erreicht. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Vorsitzende Franz Donauer ganz besonders bei Alexandra Schupp für die zusammen mit Christian Schupp geleistete Aufbauarbeit, die eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung sei. Mit Markus Fichtner, Mitglied der Amperthaler Blechmusi, sei ein guter Nachfolger für die Leitung des Jugendorchesters gefunden, das künftig am Dienstag um 18.30 Uhr seine Probe im Jugendhaus haben wird. Der Bericht schloss mit der Erinnerung an ein beeindruckendes Jubiläumskonzert im Dezember, das durch die gekonnte Moderation von Max Riegler eine besondere Note erhalten habe. Alois Hartinger konnte als Kassenprüfer eine geordnete Finanzsituation bestätigen, sodass der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt wurde. Die Ehrung langjähriger Fördermitglieder und als aktive Musiker schloss den Berichtsteil ab.

Mit Blick auf die Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen im Festjahr 2009 stimmte die Versammlung der Gründung der „MVZ-KULTUR gemeinnützige GmbH“ als Tochter des Musikverein ohne Gegenstimmen zu. Ihre Aufgabe wird in der Organisation und Durchführung der Jubiläumsveranstaltungen ebenso liegen, wie in der Förderung der schulischen Bildung in kulturellen Belangen, beispielweise von Bläserklassen. Die Geschäftsführung der gemeinnützigen GmbH wird Altbürgermeister Georg Wiesheu übernehmen. Infolge gesetzlicher Änderungen zur Stärkung des Ehrenamtes und wegen der GmbH-Gründung waren Anpassungen der Vereinssatzung erforderlich, die ohne Gegenstimmen angenommen wurden.

Die Versammlung billigte auch die Neubeschaffung einer Orchesterkleidung, die in Zusammenarbeit mit dem Modesalon Reitinger entwickelt wird.

28.12.2008 Jubiläumskonzert

 

Der Musikverein Zolling feiert 2009 sein 20-jähriges Bestehen. Mit einem fulminanten Konzert starteten die Hobby-Musiker am 28.12.2008 ins Jubiläumsjahr 2009.

Einst gegründet vom ehemaligen Bürgermeister und jetzigen Mitglied des Bundestages, Franz Obermeier, bot das Ensemble einige musikalische Kostbarkeiten im ausverkauften Bürgersaal in Zolling. Beim Publikum löste das Orchester damit Begeisterungsstürme aus. Dem selbst gestellten Motto „Klassik meets Pop“ wurde das Orchester unter der souveränen Leitung von Thomas Schmidt an diesem Abend voll gerecht. Es sei gerade die Mischung, aus der die Musikwelt lebe, so Zollings Bürgermeister Max Riegler, der mit musikhistorischem Wissen professionell durch das hörenswerte Programm führte.

Mit bewundernswerter musikalischer Leidenschaft und ungebremster Musizierlust begann das Blasorchester mit einer festlich gespielten Ouvertüre des tschechischen Komponisten Bedrich Smetana. Es folgte die Jupiter-Hymne von Gustav Holst, mit monumentaler musikalischer Farbenpracht. Selbst die schwierige chromatische Tonleiter des „Gran finale“ aus der bekannten Oper Aida von Giuseppe Verdi meisterten die Bläser und brachten den heroischen Charakter der Instrumente voll zur Geltung.

 Der gewaltige Sprung von Italien nach Amerika gelang mit „Summertime“ aus der Oper „Porgy & Bess“ von George Gershwin. Dabei glänzte Christine Westermair als Solistin mit einer überaus virtuosen Kadenz und strahlendem hohen Trompetenton. Die russische Volksseele beschrieb das Orchester in kraftvollen Klangbildern vor der Pause mit dem „Großen Tor von Kiew“, komponiert von Modest Petrowich Mursorgsky.

 In die Zeit des Rock´n Roll führte nach der Pause das Jugendorchester unter der Leitung von Alexandra Schupp mit „Shake, Rattle and Roll“ von Charles Calhoun. Bei Bill Haleys großen Hits „Rock around the clock“ und „See you later aligator“ durfte dann die ältere Generation mit den Füßen kräftig mitwippen. 

Bizarre Urwaldgeräusche erklangen in der Filmmusik von Phil Collins „Selections from Tarzan“. Den Schlagzeugern gelang dabei ein vortreffliches Glissandospiel mit meditativen Momenten. Das effektvolle Solo der Pauken führte musikalisch in die Copacabana, während das Orchester die Zuhörer in die Schönheit der Karibik eintauchen ließ. Mit lateinamerikanischen Rhythmen von Carlos Santana und schmissigen Potpourris von Robbie Williams und Bryan Adams verabschiedeten sich die Musiker von Ihrem Publikum. Den nicht enden wollenden Applaus belohnten sie mit zahlreichen Zugaben.

 

03.08.2008 Klingendes, singendes Cham

Ein Bericht von Jockl Reitmaier

 

Festlicher Bläsergottesdienst in der Urkirche Chammünster, aber ausgebremst beim Festzug

Musikvereins-Kapelle aus Zolling in Oberbayern nimmt differenzierte Erinnerungen mit nach Hause

Das zweite Wochenende, da wiederum speziell der Sonntag, bringt seit Jahrzehnten den unbestrittenen Höhepunkt des Chamer Volksfestes: Das Musik- und Brauchtumsfest „Klingendes Cham“. An die 1300 Teilnehmer in insgesamt 57 Gruppen – allein 22 Musikkapellen und Spielmannszüge, 35 Brauchtumsvereine (Trachten-, Schützen-, Jubelvereine usw.) und die regionale Prominenz  versammelten sich am letzten Sonntag zum prächtigen bunten Festzug durch die Straßen Chams. Alois Groß, seit vielen Jahren nicht nur beim „Volksfestverein“ in leitender Funktion tätig, sondern auch als Bezirksgeschäftsführer Oberpfalz des Nordbayerischen Musikbundes der zentrale Ansprechpartner für alle teilnehmenden Formationen, hatte die Organisation trotz mancher Probleme auf den Punkt genau hinbekommen.

Mit dem „Singenden, Klingenden Cham“ ist eng verbunden die gute Tradition des „Erst die Mess' und dann die Maß“. Was nichts weniger aussagt, als dass in den Kirchen der Stadt und der umliegenden Pfarrgemeinden festliche Bläser-Gottesdienste mit anschließendem Platzkonzert stattfinden – über das eigentliche Festzuggeschehen hinaus ein klares Zeichen für die Gastfreundschaft der Chamauer auch in diesem wichtigen kulturellen Kernbereich.

Stellvertretend für alle beteiligten Musikgruppen, deren durchgängig vorzügliche Leistungen natürlich im Einzelnen kaum die verdiente Würdigung finden können, sei deshalb an dieser Stelle auf die am weitesten angereiste Kapelle eingegangen sein: Der „Musikverein in Zolling“, 1989 gegründet, aus der kommunalen Verwaltungsgemeinschaft Zolling bei Freising. Wie viele lebendige und pragmatisch orientierte Musikvereine verfügen auch die Zollinger über mehrere Gruppierungen vom Nachwuchsorchester bis zu den „Großen“, die in anspruchsvollen Wertungsspielen, bei Auslandsreisen (u. a. mehrfach in die USA) und zahlreichen inländischen Konzerten und regionalen Auftritten große Fach- und Publikumserfolge einfahren konnten.

Für zwei Auftritte war das gut 30-MusikantInnen starke Blasorchester zum „Klingenden Cham“ eingeladen worden. Kurz nach sechs Uhr morgens waren die Oberbayern losgefahren, um rechtzeitig um 9.30 Uhr zum Gottesdienst im Marienmünster der Urkirche Ostbayerns in Chammünster zur Stelle zu sein. Die Musiker zeigten sich ausnahmslos der Würde dieses abendländisch-kulturhistorisch eminent wichtigen und sehr beeindruckenden Ortes bewusst. Sie genossen wohl auch selbst die wunderbare, natürliche Akustik des gotischen Gotteshauses und passten sich sensibel den klanglichen Gegebenheiten an. Pfarrer Nees, der an diesem vormittäglichen Gottesdienst vom indischen „Gastpfarrer Jimmy“ vertreten wurde, hatte sich von den Zollingern nicht die übliche liturgische Blasmusik-Begleitung, sondern eine mit eher konzertantem Charakter gewünscht. Eine Vorgabe, die bei dem sinfonisch bestens besetzten Klangkörper (Dirigent ist Thomas Schmidt aus Inning am Ammersee) sofort auf offene Ohren stieß. Und so füllten von der Empore aus festliche, innige und zugleich opulente Choräle und geistliche Orchester-Werke die gut besuchte Kirche bis in den letzten Winkel.

Dass das Orchester auch „profan“ einen vorzüglichen Ruf genießt, rechtfertigte es beim anschließenden Standkonzert vor dem Münster. Trotz der leider nur recht kleinen Zuhörerschar kam jene aufgekratzte Atmosphäre auf, die dem urbairischen Lebensgefühl nach dem Motto „erst die Mess.....“ alle Ehre machte. Sehr genossen die Mitglieder auch die höchst interessante Kirchenführung durch Kulturführer Erich Piendl. 

Der Festzug

Ein wenig getrübt wurde die Freude der Zollinger allerdings beim nachmittäglichen Festzug. Als dritte Gruppe mit an der Festzugsspitze marschierend (nach der Kolpingmusik mit Fritz Schmaderer und dem Block der Ehrengäste),  kamen sie leider kaum dazu, während des Zugverlaufes zu spielen. Die Ursache dafür? Die Kolpingmusik setzte unmittelbar nach Ende jeden vorhergehenden Marsches unverzüglich zum nächsten an und blockte damit den Einsatz der nachfolgenden Kapelle. Dass zwanzig Meter hinter ihr der Dirigent einer Gastkapelle seine Leute auch adäquat präsentieren wollte, war anscheinend dem Kolpingmusik-Führungspersonal gar nicht oder nicht ausreichend bewusst. Und so war man „hinten“ nicht wenig frustriert darüber, dass man 200 Kilometer her und wieder zurückfahren sollte, ohne wenigstens annähernd am musikalischen Festzugsgeschehen teilnehmen zu dürfen. Gastfreundschaft und „Musikanten-Solidarität“ sähe eigentlich anders aus! Zudem muss die Kolpingmusik ja wirklich nicht immer und bei jeder sich bietenden Gelegenheit beweisen, was ohnehin offensichtlich ist: Die „inoffizielle Chamer Stadtkapelle“ ist sehr gut und könnte sich Souveränität auch bei solchen Gelegenheiten locker leisten. Da wäre weniger sicher mehr gewesen – und sympathischer.

Was das  „Klingende Cham“ u. a. so sehr ausgemacht hat in den 42 Jahren seines Bestehens, ist letztendlich die Pflege des uneigennützigen freundschaftlichen Miteinanders von Musik-, Traditions- und Brauchtumsgruppen – bairisches „leben und leben lassen“ in Reinkultur.

In diesem Sinne: Auf ein prachtvolles, ungetrübtes, buntes, bairisches Kulturfest „43. Klingendes Cham 2009“.

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